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Freitag, 25. Januar 2019

Der Donzdorfer Kapellenweg - Teil 6.4: Unterweckerstell - Die Ausstattung der Kapelle vom Barock bis zur Neogotik

© Gabriele von Trauchburg


Die Ausstattung der Spätgotik hatte über viele Jahrzehnte hinweg Bestand. Aus den Heiligenrechnungen, die ab 1570 einsetzen, enthalten keine Hinweise auf Veränderungen beim der Einrichtung der Kapelle. 

Barock und Rokoko

Ab der 2. Hälfte des 17. und während des gesamten 18. Jahrhundert finden sich immer wieder Belege für umfassende Renovierungen in der Kapelle St. Georg. Die erste fand schon 1658 statt. Damals wurde das Kirchengebäude mit Arbeiten an Mauern und Dach - u.a. mit Anbringung von Schindeln - wieder instand gesetzt. Zusätzlich erhielt die Kapelle ein vergoldetes Antependium für 9 Gulden. 1660 schuf ein Donzdorfer Schreiner einen Heiligenschrein. 1661 ließ man ein altes Wandelglöckchen in Schwäbisch Gmünd umgießen und bezahlte einen Kirchenbaumeister für einen Entwurf. Seine Vorschläge hatte man jedoch nicht umgesetzt, denn Bauarbeiten fanden 1662 und 1663 nicht statt. Stattdessen waren die Renovierungen 1663 abgeschlossen. Ein Donzdorfer Schreiner hatte einen neuen Altar für 7 Gulden angefertigt. Ein vergoldeter Kelch war für 9 Gulden und ein neues Messgewand von einem Welschen (= Italiener) im Tausch gegen Mehl gekauft worden. Ein Jahr später erwarb die Kapelle noch ein neues Messbuch für 5 Gulden.
Die Maßnahmen der Jahre 1658 bis 1664 kann man als Belege für die Überwindung der Folgen des 30jährigen Krieges betrachten. Ob damit jedoch bereits eine komplette Barockisierung einher ging, lässt sich nicht ermitteln, die einzelnen Elemente könnten jedoch den Beginn dieser neuen Stilart in der Region des Lautertales eingeläutet haben.

Das spanische Kreuz
In der Heiligenrechnung von 1685 wird die Kapelle Unterweckerstell als ziemlich ruinos bezeichnet. Wieder wird an der Kapelle gebaut, dieses Mal auch mit Handwerkern aus den umliegenden Städten und für insgesamt 140 Gulden. Drei Ausgaben stechen dabei besonders ins Auge: Der Donzdorfer Schreiner Michael Schmidt erhielt 24 Gulden - eine stolze Summe. Und gleich danach erhielt der Schwäbisch Gmünder Maler Johann Christoph Kazenstein für zwei Seithen Tafelen Unserer lieben Frauen Maria Hilf und St. Antoni - 7 Gulden. Diese beiden Ausgaben lassen vermuten, dass Unterweckerstell zu diesem Zeitpunkt einen neuen Choraltar oder zwei Seitenaltäre erhalten hatte. 
Ein unscheinbarer, dazu noch sehr schwer lesbarer Zettel von 1684, abgerechnet 1685, enthält einen  Hinweis auf ein für die europäische Geschichte markantes Ereignis. Da ist zu lesen: Ich, underzeichnender, hochfreyherrlicher Herrschaft in Dontz Dorff hab erstlich ein alte Kupferknopf verzinnt mit samt denen ..., hab daran verdient 2 Gulden 15 Kreuzer. Dem Schlosser für das Spanische Kreuz 1 Gulden 30 Kreuzer, dem Mahler für das Kreuz an zu streichen 12 Kreuzer in die Kapell zu Under Wecker Stell. Die drei Handwerker waren der Kupferschmied Hans Joachim Wagner, der Schlosser Andreas Schneck und der Maler Madtes (Matthäus) Schon und alle drei arbeiteten in Geislingen.

Das bemerkenswerte an dieser Rechnung ist die Anfertigung eines sogenannten Spanischen Kreuzes im August 1684. Der Name verweist auf das Caravaca-Kreuz, das in seiner Form einem Patriarchenkreuz ähnelt, aber eine ganz eigene Geschichte besitzt. Das Kreuz von Caravaca ist eine Reliquie des wahren Kreuzes von Christus, das der Erzbischof Robert von Jerusalem 1232 nach Caravaca brachte.
Um die Verbindung zwischen diesem Kreuz in Spanien und Unterweckerstell zu erkennen, muss man in die Geschichte der Grafen von Rechberg eintauchen. Zu Beginn der 1680er Jahre residierte Bernhard Bero von Rechberg gemeinsam mit seinem Sohn Franz Albert im Donzdorfer Schloss. Beide Männer waren hochrangige Hofbeamte in München und Offiziere in der bayerischen Armee. Bernhard Bero von Rechberg hatte sich während des Türkenkrieges 1663-1664 in der kaiserlichen Festung Neuhäusel in der Südslowakei aufgehalten, sein Sohn Franz Albert kämpfte bei der Befreiung von Wien 1683 an vorderster Front mit. Vor Beginn der Kampfhandlungen hatten die begleitenden Geistlichen dem bayerischen Heer das Caravaca-Kreuz gezeigt und sie nach einem Gebet unter dem Banner Mariens in die Schlacht ziehen lassen, die sie gemeinsam mit den anderen christlichen Heeren erfolgreich beendeten. 
Der Kampf gegen die Türken war von großer politischer Bedeutung gewesen. Hätten die Türken Wien erobert, wäre ihnen der Weg nach Zentral- und Westeuropa offen gestanden. Und die Zeitgenossen fürchteten sich vor den türkischen Eroberern. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das bei Wien gezeigte Caravaca-Kreuz nach der gewonnenen Schlacht seinen Weg nach Altötting fand. Vater und Sohn Rechberg brachten die Verehrung des Caravaca-Kreuzes dann in ihre eigenen Herrschaften. Und tatsächlich wurde dieses besondere Kreuz erstmals in Unterweckerstell 1684, also ein Jahr nach der Schlacht bei Wien aufgestellt.
Da dieses Kreuz gemeinsam mit dem Turmknopf angefertigt wurde, darf man vermuten, dass es ein Ensemble aus Knopf und Kreuz für den Turm oder den Dachreiter bildete, ähnlich wie bei der Münchner Theatinerkirche. Heute ziert dieses Emsemble den Unterweckersteller Turm nicht mehr.
Das Unterweckersteller Spanische Kreuz blieb nicht das einzige in der Region. Nur wenige Jahre später konnte man drei derartige Kreuz an der von Bernhard Bero und seinem Sohn gestifteten Wallfahrtskirche Hohenrechberg sehen, zwei davon sind heute noch erhalten (Label: Hohenrechberg).

Spanisches Kreuz über dem südlichen Seitenschiff der Wallfahrtskirche Hohenrechberg - © GvT
Und völlig unscheinbar ist ein weiteres Spanisches Kreuz am Ende von Lauterstein-Weißenstein kurz vor dem Aufstieg der alten Steige auf einem Bildstock zu erkennen.


In die Zeit des Barocks fällt auch die Anschaffung einer neuen Kapellenglocke. Den Auftrag dafür hatte 1731 der Ulmer Gießer Gottlieb Korn erhalten. Die alte Unterweckersteller Glocke hatte man nach Ulm gebracht. Zum alten Material musste noch neues hinzugefügt werden, damit der neue Guss gelingen konnte. Anschließend kam die Glocke an ihrem neuen Platz.
Die nächste große Renovierung in Unterweckerstell musste 1745 in Angriff genommen werden, denn wieder einmal vermerkt die Heiligenrechnung den ruinosen Zustand der Kapelle. Dieser wurde von eindringendem Wasser hervorgerufen. Die Rechnungen zeigen umfangreiche Arbeiten. Allein der Donzdorfer Schlosser verdiente 51 Gulden bis 1751. Der Maurer und seine Gesellen kamen auf 25 Gulden, der Zimmermann auf 4 Gulden und der Glaser auf 19 Gulden. Doch geben die Rechnungen zwischen 1745 und 1751 noch keinen Hinweis auf eine barocke Ausstattung der Kapelle St. Georg in Unterweckerstell.
In den folgenden Jahren finden sich einige Belege für Neuanschaffungen. So erwarb die Kirchenverwaltung 1763/64 neue aus Holz gearbeitete Leuchter. Die Hungersnot Anfang der 1770er Jahre fand auch in der Kapelle St. Georg ihren Nachhall. Während man in Nenningen 1774 die neue Kapelle am Weg zu den Wiesen und Äckern erbaute  (Label: Pietà) und in Grünbach ab 1775 der gesamte Innenraum renoviert und neu gestaltet wurde (Label: Grünbach), ließ man in Unterweckerstell ebenfalls 1775 den vorhandenen Altar vom Waldstetter Maler Anton Betz neu fassen. 1781 schließlich wurde der Turm der Kapelle umfassend renoviert.
Doch lassen all diese Maßnahmen keine vollständige Umgestaltung von St. Georg im Stil des Barocks erkennen. Die Ursache hierfür lässt sich nur dadurch erklären, dass ein großer Teil der Geldmittel für den Umbau der Donzdorfer Kirche St. Martinus verwendet wurde (s. Teil 6.5)

Neogotik

Wie bereits bei der Grünbacher Kapelle St. Peter vorgestellt, konnte auch die Unterweckersteller Kapelle St. Georg seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts durch die Vergabe von Kleinkrediten ein gutes finanzielles Polster erlangen. Wie auch bei St. Peter in Grünbach musste St. Georg in Unterweckerstell das Kreditgeschäft zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgeben. Dadurch fielen die Einnahmen für Renovierungsmaßnahmen in und an der Kapelle weg. Kein Wunder also, dass die erste große Renovierung erst wieder 1861 vorgenommen wurde. 
Eine umfassende Renovierung der Kapelle muss damals unumgänglich gewesen sein. Dabei wurde das Kirchenschiff neu erbaut. Um Licht in das Gebäude zu bringen, wurden im Chor und im Langhaus rechteckige Fenster eingebaut.
Zur Zeit der Kapellenrenovierung war gerade der Stil des Historismus hoch modern, weshalb man ihn auch bei der Gestaltung des neuen Kapellenschiffs anwandte, als man ein rundbogiges Westportal einbaute.
Westportal von St. Georg - © GvT
Die regelmäßigen Proportionen, um die man von der Romanik bis Klassizismus bemüht war, konnte man beim Umbau von 1861 nicht vollständig umsetzen, wie man deutlich anhand des Paradiesbogens im Innern der Kapelle erkennen kann. Das Schiff wurde gerade einmal so hoch gebaut, dass die Spitze des Paradiesbogens für den Betrachter optisch einfach abgeschnitten wurde.

Der gekappte Paradiesbogen in St. Georg - © GvT
Dies mag wohl mit der Hanglage der Kapelle zusammenhängen. Zur Sicherung des Kapellenchors errichtete man damals die außen sichtbaren Strebepfeiler. Zudem kann man aus den Heiligenrechnungen herauslesen, dass die Kapelle immer wieder mit Feuchtigkeit zu kämpfen hatte und hat.
Bevor im Chor die viereckigen Fenster herausgebrochen wurden, wurden die spätgotischen Malereien auf Papier festgehalten und ihre Thematik bei der neogotischen Neugestaltung berücksichtigt. Der in München ausgebildete Wilhelm Traub hatte den Auftrag zur Ausgestaltung der Kapelle erhalten.
Vor dem Durchbruch zeichnete er die Motive ab. Auf seinen Zeichnungen vermerkte er genau, welche Figuren rechts und links von den alten Chorfenstern zu sehen waren. Er zeichnete ebenfalls die Darstellungen in den Gewölbesegmenten ab. Beim genauen Hinsehen auf seinen Zeichnungen kann man erkennen, dass es sowohl bei den Malereien an der Wand, wie auch im Gewölbe Fehlstellen gab. Kein Wunder also, dass man nach damaligem Verständnis endlich neue, vollständige Wandmalereien im Zeitgeschmack haben wollte. Anschließend fertigte Traub deshalb ein neues Konzept zur Ausgestaltung der Kapelle. Seine Zeichnungen von den spätgotischen Malereien wurden im Landesamt für Denkmalpflege aufbewahrt, sind jedoch heute verschollen.
Die gegenwärtig in Unterweckerstell sichtbaren Malereien wurden in zwei rund 20 Jahren von einander getrennten Phasen aufgebracht. Beide Male hieß der Maler mit Familiennamen Traub, 1861 war Wilhelm Traub in St. Georg tätig. Bei den Malerei von 1887 wurde Ludwig Traub verpflichte, der in diesem Zeitraum auch in Grünbach und Hürbelsbach arbeitete.
An der Chorbogenwand ist auf der Nordseite (links) die Muttergottes abgebildet und markiert damit die Frauenseite in der Kapelle. Auf der Südseite (rechts) wurde Joseph dargestellt und weist auf die Männerseite hin. Die Malereien übernehmen die Funktion eines Seitenaltares, denn aufgrund des eingeschränkten Platzes wurde in St. Georg auf diese verzichtet.

Wilhelm Traub, Maria mit dem Christuskind auf der Frauenseite in St. Georg, 1861 - © GvT

Wilhelm Traub, Joseph auf der Männerseite in St. Georg, 1861 - © GvT
Innen im Chor befinden sich die Apostel Johannes und Paulus auf der nördlichen Seite (links), und auf der südlichen Seite (rechts) Jakobus d. Ältere und Petrus. Ihre Darstellungen sind neue Interpretationen der 1861 abgezeichneten spätgotischen Wandmalereien.

Zweimal entdeckt man eine Gemälde des Kapellenpatrons St. Georg. Beim Betreten der Kapelle fällt der Blick des Besuchers zuerst auf das gegenüberliegende romanische Fenster, in dem eine
auf Glas gemalte Darstellung des Heiligen zu sehen ist. Diese Glasmalerei stammt von dem Lauinger Künstler Ludwig Mittermaier, der sie 1863 anfertigte.

Ludwig Mittermaier, Hl. Georg - Glasmalerei, 1863 - © GvT

Im Zentrum des Kirchenschiffs befindet sich an der Decke in einem kleeblattförmigen Rahmen die zweite Darstellung des heiligen Georg. Das Bild ist signiert mit ‘L. Traub’ - Ludwig Traub, der auch in Grünbach und Hürbelsbach gearbeitet hatte.

Ludwig Traub, Heiliger Georg, 1887 - © GvT
Das Gemälde ist deshalb besonders bemerkenswert, weil hier der heroische Kampf zwischen dem Heiligen Georg und dem Drachen direkt in die Umgebung von Unterweckerstell übertragen worden war. Im linken Teil des Vierpasses erkennt man unschwer die Ruine der Burg Scharfenberg. Im rechten Teil ist die Burg!!! Staufeneckzu sehen.  

Der Stil der Nazarener


Die Bilder an der Chorwand sowie die vier Apostel im Chor sind im Stil der Nazarener gemalt.
Dieser Stil entwickelte sich in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Rom. In München entstand das Zentrum seiner Anhänger. Gefördert wurde die Arbeiten dieser Künstler von höchster Stelle, von König Ludwig I. von Bayern. Das Ziel seiner Vertreter war die Erneuerung der Kunst im Geiste des Christentums, wobei ihnen alte italienische und deutsche Meister als Vorbilder dienten. Bilder im Nazarenerstil strahlen Feierlichkeit, tiefe Ruhe und Ernst aus, weshalb man keine heiteren, lachenden Figuren darin findet.
Wilhelm Traub, Petrus mit dem Himmelsschlüssel, Chor in St. Georg, 1861 - © GvT
Jakobus d. Ältere mit dem Pilgerstab, Chor in St. Georg, 1861 - © GvT
Der Nazarenerstil befand sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf seinem Höhepunkt und verbreitete sich in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts auch im Lautertal und der angrenzenden Region. Den Beginn markieren die Altarblätter der beiden Seitenaltäre in St. Martinus in Donzdorf von Augustin Palme aus dem Jahre 1854. Als nächstes kam die Nazarenerkunst 1861 nach Unterweckerstell. In den Jahren ab 1865 wurde in Treffelhausen die St. Veitskirche nach dem verheerenden Dorfbrand neu gebaut und mit Elementen des Nazarenerstils ausgestattet. Die Neugestaltung der Schlosskapelle Weißenstein im Jahre 1877 erfolgte durch den in Münchner geschulten Künstler Carl Dehner und den Laurentius-Zyklus im Chor von Hürbelsbach schuf Ludwig Traub im Jahre 1887.
Wilhelm Traub, Paulus mit Buch und Schwert, Chor in St. Georg, 1861 - © GvT

Wilhelm Traub, Johannes mit dem Kelch, Chor in St. Georg, 1861 - © GvT
Im 20. Jahrhundert fanden nur noch wenige Veränderungen in der Kapelle statt. Um 1940 erhielt die Kapelle einen teilweise kolorierten, mit LH signierten Kreuzwegzyklus. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden zwei entscheidende Renovierungen statt. Bei den Arbeiten 1970 im Chor wurden Blumenranken in den Gewölbekappen aufgedeckt und restauriert (s.o.).
Im Jahre 1986 schlug ein Blitz in den Dachreiter über dem Portal ein. Seine Kraft war so stark gewesen, dass er ihn zerstörte und die darin aufgehängte Glocke schmolz. Der Dachreiter wurde wieder hergestellt. Während dieser Arbeiten fand man auf dem Dachboden ein barockes, leider ruinöses Gemälde (Öl auf Leinwand) des Heiligen Georgs, das sichergestellt wurde. Zudem wurden zwei Figuren aus der Kirche St. Martinus Donzdorf, die Heiligen Martin und Patrizius, an der Ostseite des Chores aufgestellt. 
 

Quellen und Literatur   

GRFAD - Heiligenrechnungen von Unterweckerstell
- Heimatbuch Donzdorf, hrsg. v. Stadt Donzdorf, Donzdorf 1976
- Heribert Hummel, Donzdorf - Die Kirchen der Stadt Donzdorf - Kirchenführer, Weißenhorn 1995
- Gabriele von Trauchburg, Lauterstein - Weißenstein - Nenningen: Kirchenführer, Lauterstein 2015
- Walter Ziegler, Die Kulturdenkmale im Kreis Göppingen, Göppingen o.J.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nazarener_(Kunst)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Mittermaier
https://de.wikipedia.org/wiki/Augustin_Palme
https://de.wikipedia.org/wiki/Patriarchenkreuz
https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz_von_Caravaca

Montag, 21. Januar 2019

Der Donzdorfer Kapellenweg - Teil 6.3: Unterweckerstell - Die Ausstattung der Kapelle von der Romanik bis zur Spätgotik

 © Gabriele von Trauchburg



Trotz oder vielleicht gerade wegen ihres einfachen, schmucklosen Aussehens würde man niemals vermuten, dass sich hinter den Mauern von St. Georg in Unterweckerstell unterschiedlichste Kunststile befanden und noch befinden.

Romanik

Zwei architektonische Stilelemente stammen aus der Zeit der Romanik. Beide befinden sich im Bereich des Chors. Zum einen erkennt man dort das romanische Rundbogenfenster und im Innern kann man das massive Kreuzrippengewölbe betrachten. Gerade mit letzterem beschäftigte sich Teil 6.1. näher, denn dieses architektonische Stilelement dient als Datierungshilfe für die Entstehung der Unterweckersteller Georgs-Kapelle. Das Gewölbe wird in die 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert.

St. Georg mit seinem romanischen Fenster und seinem Kreuzrippengewölbe aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts - © GvT

Spätgotik

Während der Bauarbeiten von 1861 wurden vorhandene spätgotische Fresken freigelegt und von dem in München ausgebildeten Maler Wilhelm Traub abgezeichnet. Diese Zeichnungen lagen lange Zeit unbeachtet beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, sind aber inzwischen leider verschollen. Nur noch drei schwarz-weiße Detailfotos davon sind heute in Heribert Hummels Buch über die Wandmalereien im Kreis Göppingen erhalten. Den Künstler dieses Gemäldezyklus kennt man nicht.

Die Entstehung der Fresken im spätgotischen Stil geht wohl auf die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Die Teile der Wand- und Deckengemälde befanden sich in den einzelnen Segmenten des Kreuzrippengewölbes, den Gewölbekappen, sowie an den Wänden und zeigten Szenen aus dem Jüngsten Gericht.

Das Jüngste Gericht - ein Rekonstruktionsversuch

Die Szenen eines Jüngsten Gerichts folgen vorgegebenen Motiven, die am jeweiligen Ort den Gegebenheiten angepasst und mit Details ergänzt wurden. Nicht weit von Unterweckerstell ist  das große Gingener Wandbild von 1524 in der Johanneskirche zu bewundern. Dieses Gemälde enthält sämtliche unverzichtbaren Motive eines jüngsten Gerichts:
    - Christus auf dem Regenboden sitzend, Maria und Johannes d. Täufer als Anwälte der Armen Seelen zu seiner Seite
    - Die Apostel als Beisitzer des Gerichts
    - Den Einzug der Seeligen in den Himmel, mit Petrus an der Himmelstür
    - Die Hölle
    - Eine Gerichtsszene mit dem Kampf zwischen dem Erzengel Michael und dem Teufel um Arme Seelen

Fünf der zwölf Apostel, Kopie der gotischen Malereien in Unterweckerstell, Wilhelm Traub, 1861
Von den von Wilhelm Traub angefertigten Kopien der gotischen Malereien von St. Georg Unterweckerstell sind drei Fotos erhalten, die folgende Szenen zeigen:
    - 5 Apostel, darunter der Heilige Petrus (mit Schlüssel), Thomas (mit Lanze)
    - der Einzug der Gerechten in den Himmel
    - die Hölle
Mit Hilfe des Wissens um die Basismotive eines Jüngsten Gerichts und den architektonischen Details von Unterweckerstell kann man einen Rekonstruktionsversuch der spätgotischen Malereien im romanischen Chor von St. Georg in Unterweckerstell wagen.
Wilhelm Traub hat auf seiner erhaltenen Kopie der Apostel zusätzlich kleine, aber gut lesbare Hinweise auf deren ursprüngliche Anordnung hinterlassen. Die Abbildung oben zeigt vier eng beieinander stehende Apostel unter einem Bogen und durch eine Mittellinie getrennt. Diese vier Apostel waren an einer der drei Chorwände abgebildet - erkennbar anhand des Bogens in der Zeichnung. Die Hinweise von Wilhelm Traub - direkt unter der Bogenspitze - erklären, dass die beiden auf der linken Seite platzierten Apostel links vom Fenster und die beiden anderen rechts vom Fenster gewesen waren. Die feine Trennlinie zwischen den vier Männern deutet also die räumliche Trennung durch das dort ehemals vorhandene romanische Fenster an. Die Position des fünften Apostels wird mit den Worten auf der rechten Seite rechts vom Fenster beschrieben.
Aus diesen wenigen Hinweisen kann man nun folgende Schlüsse ziehen: Die zwölf Apostel - Basismotiv eines Jüngsten Gerichts - waren in Gruppen zu je vier auf die drei Wände des Chores verteilt. Aus den zahlreichen Darstellungen eines Jüngsten Gerichts geht hervor, dass Petrus - mit dem Himmelsschlüssel in der Hand - eine herausragende Stelle in direkter Umgebung von Jesus Christus einnahm. Auf der rechten Seite des Chores konnte er also nicht abgebildet gewesen sein, weil dort eine andere Gruppe mit dem fünften Apostel aus der Abzeichnung (s.o.) dargestellt war. Somit bleibt eigentlich nur die zentrale mittlere Rückwand des Chores übrig, auf der Petrus, Thomas und zwei weitere Apostel ihren Platz gefunden hatten. 
In den vier Gewölbekappen müssen sich vier Szenen befunden haben: Christus, auf dem Regenbogen sitzend, eventuell Maria und Johannes der Täufer als Fürsprecher der Armen Seelen ihm beigeordnet - weiter die Seligen am Eingang der Himmelspforte. 

Die Seligen am Eingang zum Himmel, Kopie der spätgotischen Fresken von Wilhelm Traub, 1861
Die Zeichnung von Wilhelm Traub zeigt Petrus auf der linken Bildseite am Eingang der Himmelpforte, aus der die Strahlen des Lichts im Himmel heraus leuchten. Von rechts kommen die Seligen, d.h. diejenigen Personen, die schon aufgrund ihrer Position oder ihres herausragenden Lebenswandels ohne Umweg über das Jüngste Gericht sofort in den Himmel aufgenommen werden: ein Papst (mit Spitzkappe und den drei Ringen), ein Bischof (mit Mitra), ein König (mit Krone), ein Ritter (mit Kettenhemd), Nonnen, Jungfrauen und Männer.
Das Himmelsgebälk oben links im Bild, gestützt von einer Säule, sowie die Position von Petrus und die Strahlen am Eingang in den Himmel deuten darauf hin, dass diese Szene wahrscheinlich auf die rechte Gewölbekappe des Chores gemalt worden war.


Die Hölle - Ausschnitt aus dem Jüngsten Gericht, Kopie vonWilhelm Traub, 1861
Die zweite Szene aus dem Bereich der Gewölbekappen zeigt einen Ausschnitt aus der Hölle. Ein gehörnter Teufel trägt eine wehklagende, sich wehrende Frau auf seinen Schultern zum Höllenfeuer hin. Der Erzengel Michael mit seinem Flammenschwert, der sich als einziger in die Hölle wagt, um dem Teufel Paroli zu bieten, versucht diese Arme Seele zu retten. Auch andere am unteren Bildrand hoffen noch auf den Erzengel.
Der Bildaufbau zeigt in der rechten oberen Ecke einen Teil der Gewölbekappe. Dies lässt die Vermutung zu, dass die Höllen-Szene auf der linken Seite im Chorgewölbe abgebildet gewesen war. Aufgrund der Erkenntnisse zum Aufbau der beiden Szenen zur Hölle und zum Eingang der Seligen in den Himmel wird klar, dass die Gemälde zum Schlussstein hin zentriert waren.
Nachdem nun zwei der vier Kappen im Kreuzgewölbe mit ihrer Bemalung festgelegt sind, erhebt sich die Frage, wie die beiden anderen Kappen, die vordere und die hintere ausgestaltet gewesen sein mochten. Zwei Basismotive stehen noch offen - eine Gerichtsszene und Christus auf dem Regenbogen thronend, flankiert von Maria und Johannes d. Täufer.
Ein Blick vom Langhaus in den Chor lässt zwei Lösungen als wahrscheinlich erscheinen: Christus als zentrale Persönlichkeit des christlichen Glaubens gehörte ins Zentrum des Gottesdienstgeschehens und sollte deshalb fast zwangsläufig im vorderen Segment dargestellt gewesen sein. In diesem Fall wäre für die Gerichtsszene - sichtbar für alle Gläubigen im Langhaus - nur die Rückseite geblieben. Diese hier vorgeschlagene Aufteilung der Gemälde im Chor wird zusätzlich durch die Funktion der Gemälde unterstützt. Die Positionierung des gesamten Gemäldezyklus im Chor entspricht derjenigen in den Kirchen von Krummwälden, Wangen-Oberwälden, Salach und Stötten. In allen diesen Kirchen findet man romanische oder gotische Gemälde im Chorgewölbe und an den Chorwänden. Diese Bildergalerien hatten die Aufgabe, den Geistlichen an seine Aufgaben als Seelsorger zu erinnern und Anstöße für seine Gebet und Predigen zu geben.
Hingegen zeigt das Beispiel der Wandmalereien in der Margaretenkirche in Salach, die eine ähnliche Chorstruktur wie Unterweckerstell aufweist, tatsächlich Christus als Weltenherrscher auf dem Regenbogen sitzend auf der rückwärtigen Gewölbekappe. Somit waren beide Gestaltungsvarianten möglich, die letztendliche Lösung ist also nicht mehr rekonstruierbar.
Weil das Original verloren gegangen ist und auch die im19. Jahrhundert angefertigten Kopien von den Chorgemälden verschollen sind, kann man kaum noch Aussagen über einen Stifter oder einen Maler wagen. Dennoch gibt es einzelne Hinweise: Betrachtet man die Darstellungen von der Hölle und vom Einzug der Seligen in den Himmel, so fallen auf den zweiten Blick weitere  Details auf. Die aus der offenen Himmelstür austretenden Strahlen wurden sicherlich mit gelber Farbe dargestellt. In der Höllendarstellung züngelten unzählige Flammen. Diese waren sehr wahrscheinlich in roter Farbe gemalt. Rot und gelb sind einerseits diejenigen Farben, mit denen man diese Motive am ehesten verbindet. Sie sind aber auch gleichzeitig die Wappenfarben der Grafen und Herren von Rechberg, die wiederum die Patronatsherren der Kapelle waren. Man darf also davon ausgehen, dass Mitglieder dieser Adelfamilie die Stifter des Chorgemäldes waren. 
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts herrschte in Donzdorf der Familienzweig Rechberg-Illereichen, die im Lautertal und im Illertal ihre Herrschaftsschwerpunkte besaß. Wohl mit dem Tod von Albrecht von Rechberg-Illereichen um 1426 wurde die Herrschaft unter den beiden Söhnen Hugo und Gaudenz geteilt. Gaudenz erhielt die Herrschaft Illereichen, Hugo ist der Gründer des Familienzweiges Rechberg-Illereichen-Scharfenberg. 
Auch nach dem Tod seines Vaters besaß Hugo († 1469) Anteile an der Illereicher Herrschaft. Dies bedeutet, dass er ständig auf seinen Reisen zwischen den beiden Herrschaftsteilen Scharfenberg und Illereichen durch die Reichsstadt Ulm kam, wo in einem großen, überregionalen Kunstzentrum Bildhauer und Maler tätig waren. Man darf also durchaus die Vermutung äußern, dass das von den Rechberg gestiftete Unterweckersteller Chorgemälde von einem Ulmer Maler angefertigt worden war, wahrscheinlich sogar von Hugo von Rechberg-Illereichen-Scharfenberg, spätestens von seinem Sohn Hans († zw. 1497 und 1499).

Die Unterweckersteller Nothelfer 

In der Laibung des letzten verbliebenen romanischen Chorfensters hatte man außerdem die Darstellungen der beiden Nothelferinnen Barbara und Katharina entdeckt, die zumindest fragmentarisch noch in den 1970er Jahren vorhanden waren. Die Ausschmückung der Laibungen mit Nothelfern war offenbar eine gern genutzte Möglichkeit, die Gläubigen mit einem umfassenden Schutz für ihren Alltag zu versehen. In der Umgebung gibt es noch weitere, ähnliche Darstellungen:
  • Stötten (um 1500) - 4 Chorfenster: 1. 2 Nothelfer - 2. Barbara und Katharina - 3. Margareta und Ägidius, 4. Christophorus und Hl. Bischof (Hummel, 119)
  • Auendorf (gotisch) - Ostfenster: Barbara und Margartha, Südfenster: heiliger Bischof und unidentifizierter Nothelfer (Hummel, 98)
  • Betzgenried (nach 1405) - linkes Fenster im Chor: vermutlich 2 Nothelferinnen, ev. Barbara und Margareta (Hummel, 100)
Die Gruppe der 14 Nothelfer wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geschaffen, als es wegen der politischen Auseinandersetzungen zwischen dem Papst und Kaiser Ludwig d. Baiern auf Befehl des Papstes abgesehen von den großen christlichen Feiertagen - Weihnachten, Ostern und Pfingsten - keine Gottesdienste in den Herrschaftsgebieten der Anhänger des Kaisers gab. Damit die Menschen dennoch ihrem Glauben nachgehen konnten und sie in Notlagen Hilfe und Unterstützung fanden, stellten Theologen die Gruppe der 14 Nothelfer zusammen, die praktisch in allen Lebenslagen angerufen werden konnten.
Nur zwei Jahre nach dem Tod des Kaisers Ludwig dem Baiern (†1347) brach die Pest in Mitteleuropa aus. Die Epidemie raffte eine große Anzahl an Menschen hinweg. Aus seuchenhygienischen Gründen blieben erneut die Kirchen geschlossen. Und wieder mussten die Menschen auf die Hilfe und den Beistand der 14 Nothelfer hoffen.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich einige ‘Lieblings-Nothelfer’ innerhalb ihrer Gruppe heraus:    
  • Heilige Barbara
  • Heilige Katharina
  • Heiliger Christophorus
  • Heilige Margareta
In Unterweckerstell darf man davon ausgehen, dass in den drei romanischen Chorfenstern jeweils zwei Heilige abgebildet gewesen waren. Die beiden Heiligen im zentralen Ostfenster sollen Barbara und Katharina gewesen sein. Die Heilige Barbara riefen die Menschen vor allem in der letzten Sekunde ihres irdischen Lebens an. Der an die Heilige gerichtete Hilferuf ersetzte die Krankensalbung, eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Diese Form des Verständnisses der Krankensalbung, auch als letzte Ölung bezeichnet, hatte sich im Hochmittelalter entwickelt und galt bis ins 19. Jahrhundert. Gemeinsam mit der Heiligen Barbara wird eine weitere Nothelferin abgebildet, die Heilige Katharina. Sie war - wie die Heilige Barbara - eine Jungfrau und Märtyrerin. Sie galt als Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, galt zudem als Helferin bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten und als Patronin der Gelehrten sowie auch zahlreicher Handwerksberufe. 
Der Kirchenpatron ist selbst ein heiliger Nothelfer. Seine Abbildung an einer der beiden anderen Laibungen, entbehrt nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Er gehört zur Gruppe der drei Ritter und Märtyrer Georg, Achatius und Eustachius. Der Heilige Georg wurde als Helfer bei Kriegsgefahren, Fieber und Pest verehrt, half im Kampf gegen jede Versuchung, wurde angefleht für gutes Wetter und zum Schutz der Haustiere. Eine weitere sehr populäre Heilige, die Heilige Margareta, könnte ebenfalls hier ihren Platz gefunden haben, denn sie war die Patronin der Gebärenden und half bei der Gesundung von allen Wunden.
Ebenfalls sehr wahrscheinlich war eine Abbildung des Heiligen Christopherus. Doch diese muss nicht zwingend in der Kirche gewesen sein, sondern könnte auch auf der nördlichen, vom Weg der Alten Donzdorfer Steige aus sichtbaren nördlichen gewesenen Außenmauer der Kapelle aufgemalt gewesen sein. Der große, starke, das Christuskind auf seinen Schultern tragende Christophorus war der Schutzheilige der Reisenden. Sein Anblick versprach Rettung aus jeglicher Gefahr und Hilfe gegen den unvorbereiteten Tod. Seine Einbindung in das Konzept der Notheiligen-Darstellungen in Unterweckerstell war geradezu prädestiniert für diese Kapelle an einer wichtigen historischen Straße.


Der Altar von Hürbelsbach - der ehemalige Altar von Unterweckerstell?

Der heute in Hürbelsbach aufgestellte Altar besitzt zwei Seitenflügel, die auf ihrer Innenseite die Heilige Katharina und den Heiligen Stefanus sowie die Heilige Margareta und den Heiligen Paulus dem Betrachter präsentieren. Diese Flügel sind Kopien. Sie besitzen keine Darstellungen auf den Außenseiten, weil der Hürbelsbacher Altar meistens in geöffneter Form den Kapellenbesuchern präsentiert wird.
Auf den Originalen hingegen findet man auf den beiden Außenseiten Heiligendarstellungen. Es handelt sich dabei um den Heiligen Georg und den Heiligen Johannes.
Von den insgesamt sechs Heiligen-darstellungen - Georg, Johannes, Katharina, Stefanus, Paulus und Margareta - gehören die Hälfte - Georg, Katharina und Margareta - zu den Nothelfern. Zudem gibt es keine einzigen Hinweis darauf, dass der Heilige Georg in Hürbelsbach verehrt wurde.
Legt man nun die gleiche Argumentation wie beim Donzdorfer bzw. Hürbelsbacher Altar zugrunde, kommt man zu dem Schluss, dass aufgrund der Tatsache, dass der Heilige Georg der Kapellenpatron von Unterweckerstell ist, die Darstellung des Heiligen Georg auf der Außenseite des Seitenflügels zur St. Georgskapelle gehören muss.
Heiliger Georg auf der Außenseite eines linken Altarflügels, Ende 15. Jahrhundert - © GvT

Von Experten werden die beiden Altarflügel in die Zeit am Ende des 15. Jahrhunderts datiert. Ihre Figuren stehen im Zusammenhang mit dem Leben im Diesseits wie auch im Jenseits. Auf diese Weise ergänzten sich in der Spätgotik Altar-, Wand- und Deckengemälde zu einem thematischen Ganzen.

Quellen und Literatur

GRFAD - Heiligenrechnungen von Unterweckerstell
- Heimatbuch Donzdorf, hrsg. v. Stadt Donzdorf, Donzdorf 1976
- Heribert Hummel, Donzdorf - Die Kirchen der Stadt Donzdorf - Kirchenführer, Weißenhorn 1995
- Heribert Hummel, Wandmalereien im Kreis Göppingen, Weißenhorn 1978
- Walter Ziegler, Die Kulturdenkmale des Kreises Göppingen, Göppingen o.J.

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